Kosten & Beitrag

Was kostet eine Instrumentenversicherung?

Der Beitrag hängt vor allem vom Zeitwert Ihres Instruments ab: 1,5 % pro Jahr plus 19 % Versicherungsteuer, mindestens 35,70 €. Hier sehen Sie, wie sich der Betrag zusammensetzt und was typische Instrumente kosten.

Taschenrechner, Notenblätter und Instrument als Symbol für die Kosten einer Instrumentenversicherung

Wie wird der Beitrag berechnet?

Die Berechnung ist bewusst einfach und für alle Instrumente gleich aufgebaut:

  • Grundbeitrag: 15 Promille, also 1,5 % des Zeitwerts pro Jahr (netto)
  • Zuschläge: je 100 % für elektrische und elektronische Instrumente samt Zubehör, für Celli und Kontrabässe sowie für die Wertminderungsdeckung bei Meister-Streichinstrumenten
  • Mindestbeitrag: 30 € netto im Jahr
  • Versicherungsteuer: 19 % auf den Nettobeitrag

Ein Instrument mit 4.000 € Zeitwert kostet also 4.000 € × 1,5 % = 60 € netto, mit Versicherungsteuer 71,40 € im Jahr. Das sind umgerechnet 5,95 € pro Monat; bezahlt wird einmal jährlich.

Was kosten typische Instrumente?

Beispielbeiträge bei jährlicher Zahlung, inkl. 19 % Versicherungsteuer
Instrument und ZeitwertZuschlagJahresbeitragentspricht pro Monat
Blockflöte oder Schülergeige, 400 €–35,70 €2,98 €
Trompete, 1.500 €–35,70 €2,98 €
Konzertgitarre, 2.500 €–44,63 €3,72 €
Saxophon, 4.000 €–71,40 €5,95 €
Geige mit Bogen und Etui, 8.000 €–142,80 €11,90 €
Klavier, 12.000 €–214,20 €17,85 €
Konzertflügel, 60.000 €–1.071,00 €89,25 €
Cello, 5.000 €Cello +100 %178,50 €14,88 €
Kontrabass, 9.000 €Streichbass +100 %321,30 €26,78 €
E-Gitarre mit Amp und Effekten, 3.000 €Elektronik +100 %107,10 €8,92 €
Stage-Piano, 2.500 €Elektronik +100 %89,25 €7,44 €
Meistergeige mit Wertminderungsdeckung, 25.000 €Wertminderung +100 %892,50 €74,38 €

Alle Beträge sind mit derselben Formel berechnet wie der Rechner weiter unten und der Online-Antrag. Haben Sie mehrere Instrumente, wird der Beitrag für jedes Instrument berechnet und addiert; der Mindestbeitrag gilt für den gesamten Vertrag.

Ab wann greift der Mindestbeitrag?

Bis zu einem Zeitwert von 2.000 € liegt der rechnerische Beitrag unter 30 € netto – dann gilt der Mindestbeitrag von 35,70 € im Jahr. Für günstige Instrumente kann es sich deshalb lohnen, mehrere Instrumente einer Familie oder eines Musikers in einem Vertrag zusammenzufassen: Zwei Instrumente mit je 1.000 € kosten zusammen ebenfalls 35,70 €.

Ob sich die Versicherung bei sehr günstigen Instrumenten überhaupt lohnt, ist eine Abwägung: Bei einer Schülergeige für 300 € ist der Beitrag im Verhältnis hoch. Bei einem Instrument, das täglich mit in die Schule und zum Unterricht reist, kann ein einziger Sturz trotzdem mehr kosten als einige Jahre Versicherung. Mehr dazu im Ratgeber für Schüler.

Wofür gibt es Zuschläge?

ZuschlagGilt fürWirkung
ElektronikE-Gitarren, E-Bässe, Keyboards, Stage-Pianos, Synthesizer, Verstärker und elektronisches Zubehör3 % statt 1,5 % des Zeitwerts
Cello, KontrabassVioloncelli und Streichbässe3 % statt 1,5 % des Zeitwerts
WertminderungMeistergeigen, -bratschen und -celli ab 10.000 € Handelswert (optional)zusätzlich +100 %

Mehrere Zuschläge addieren sich. Ein Meistercello mit Wertminderungsdeckung kostet also 4,5 % des Zeitwerts pro Jahr netto. Die Wertminderungsdeckung ersetzt den Wertverlust, den ein Instrument trotz fachgerechter Reparatur behält – bei hochwertigen Streichinstrumenten kann ein reparierter Riss den Marktwert deutlich senken.

Wie lassen sich die Kosten senken, ohne an Schutz zu verlieren?

  • Zeitwert realistisch ansetzen: Versichert ist der Zeitwert. Ein zu hoch angesetzter Wert kostet Beitrag, ohne im Schadenfall mehr zu bringen.
  • Wert regelmäßig prüfen: Elektronik verliert an Wert, alte Streichinstrumente gewinnen oft. Passen Sie die Summe an, statt jahrelang zu viel oder zu wenig zu versichern.
  • Instrumente bündeln: Mehrere günstige Instrumente in einem Vertrag vermeiden mehrfache Mindestbeiträge.
  • Zuschläge bewusst wählen: Die Wertminderungsdeckung lohnt sich bei Meisterinstrumenten, ist aber optional.

Sind 1,5 % teuer?

Spezialtarife für Musikinstrumente arbeiten am Markt meist mit Beitragssätzen von rund 1 bis 2 % des Instrumentenwerts pro Jahr; Verbands- und Rahmenverträge liegen teils darunter, haben aber oft engere Voraussetzungen. Entscheidend ist neben dem Preis der Umfang: Allgefahrendeckung, weltweiter Schutz, Regeln für Auto und Proberaum, Versicherungswert und Nachweispflichten.

Worauf Sie beim Vergleich achten sollten, haben wir in acht Kriterien zusammengefasst: Instrumentenversicherung vergleichen.

Wie und wann wird bezahlt?

Die Instrumentenversicherung ist ein Jahresvertrag. Der Beitrag wird einmal jährlich per SEPA-Lastschrift vom Versicherer eingezogen; mindestens fünf Tage vorher erhalten Sie eine Vorabinformation. Der Kontoinhaber muss nicht der Versicherungsnehmer sein – Eltern können zum Beispiel für ihre Kinder zahlen.

Ändert sich der Wert Ihres Instruments oder kommt ein Instrument hinzu, passen wir den Vertrag an; der Beitrag wird entsprechend angepasst.

Beitrag berechnen

Gleiche Berechnung wie im Online-Antrag: 1,5 % des Zeitwerts pro Jahr plus 19 % Versicherungsteuer, mindestens 35,70 €. Zuschläge von je 100 % gelten für elektrische und elektronische Instrumente, für Celli und Kontrabässe sowie für die Wertminderungsdeckung bei Meister-Streichinstrumenten.

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Häufige Fragen

Was kostet eine Instrumentenversicherung für 5.000 €?

89,25 € im Jahr (75 € netto plus 19 % Versicherungsteuer). Für ein Cello oder ein elektronisches Instrument gleichen Werts sind es 178,50 €.

Gibt es einen Mindestbeitrag?

Ja, 30 € netto, also 35,70 € im Jahr. Er gilt für Instrumente bis 2.000 € Zeitwert.

Kann ich monatlich zahlen?

Über den Online-Antrag wird jährlich per SEPA-Lastschrift gezahlt. Die angegebenen Monatsbeträge dienen nur zum Vergleich.

Ist der Beitrag steuerlich absetzbar?

Nutzen Sie das Instrument beruflich, etwa als Berufsmusikerin oder Musiklehrer, kann der Beitrag als Werbungskosten oder Betriebsausgabe absetzbar sein. Fragen Sie im Einzelfall Ihre Steuerberatung.

Ändert sich der Beitrag mit dem Alter des Instruments?

Der Beitrag folgt der Versicherungssumme, also dem Zeitwert. Steigt oder sinkt der Wert, sollte die Summe angepasst werden – dann ändert sich auch der Beitrag.

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